Picnic at Hanging Rock (1975), OmU

Regie: Peter Weir, Australien 1975                                Dauer: 115 Minuten

Junge Mädchen in hellen Sommerkleidern, ein heiterer Tag, tuschelnde Vorfreude auf ein Abenteuer. In Mrs. Appleyards Pensionat für Töchter aus gehobenen Kreisen rüstet man sich, am Valentinstag des Jahres 1900, in der australischen Provinz, zu einem Picknick am Hanging Rock.

Eine seltsame Spannung liegt in der Luft, eine unter den Prüderien der viktorianischen Epoche, unter den hochgeschlossenen Gewändern verborgene sexuelle Erregung. Ein Mädchen berauscht sich an Poe: „All that we see or seem/ is but a dream within a dream.“ Ein geheimnisvoller, ein tödlicher Traum: Am Hanging Rock, mitten am helllichten Tage, verschwinden zwei Schülerinnen und eine Lehrerin – ohne Spuren, ohne kriminelle Motive, verschluckt von einer archaischen Landschaft, die sich gegen die Eindringlinge zu wehren scheint. Das Unerklärliche, der Schattens hinter der Wirklichkeit bricht ein in die nur scheinbare stabile westliche, weiße Welt …